Sie sind hier: Startseite
16.09.2020

Elektronischer Medikationsplan: Patientinnen und Patienten beteiligen

Zum Tag der Patientensicherheit am 17. September 2020 for-dert die BAGSO-Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“, Betroffenenorganisationen bei der Einführung des elektronischen Medikationsplans zu beteiligen. Patienten-, Behinderten- und Seniorenorganisationen müssen frühzeitig in die Erstellung und Verbreitung der Informationsmaterialien einbezogen wer-den. Denn nur wenn der elektronische Medikationsplan von den Betroffenen angenommen wird, kann er künftig zur Patientensi-cherheit beitragen.

Der elektronische Medikationsplan soll bis zum Jahresende ein-geführt werden. Arztpraxen können die Medikation einer Pati-entin oder eines Patienten dann auf der Versichertenkarte ab-speichern. Den Zugriff steuern die Betroffenen über eine PIN. Gibt der Patient sein Einverständnis, können Arztpraxen und Apotheken die aktuelle Medikation einsehen. Voraussetzung dafür ist, dass Patientinnen und Patienten vom Nutzen über-zeugt sind und die Funktionsweise verstehen. Betroffenenorga-nisationen können zu zielgruppengerechter Information beitra-gen und für Vertrauen werben.

„Der neue elektronische Medikationsplan überzeugt. Aber Pati-entinnen und Patienten müssen gut informiert und begleitet werden, denn Einverständnis erfordert Wissen“ so Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO.

Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“
Die BAGSO-Initiative „Medikationsplan schafft Überblick“ wurde 2019 gegründet. Sie klärt Patientinnen und Patienten über ihren Anspruch auf einen aktuellen Medikationsplan auf und ermutigt sie, in der Arztpraxis und Apotheke nachzufragen. Patientinnen und Patienten erhalten zudem Hinweise für den sinnvollen Um-gang mit dem Medikationsplan. Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, ist Schirmherrin der Initiative.

www.medikationsplan-schafft-ueberblick.de

Quelle: https://bagso.de