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28.11.2019

Bätzing-Lichtenthäler: Pflegende Angehörige besser unterstützen!

Mehr Unterstützung und mehr Entlastung für pflegende Angehörige sowie einfachere Regelungen, um Pflegeversicherungsleistungen zu erhalten – dafür hat sich heute in Rostock die Arbeits- und Sozialministerkonferenz ausgesprochen. Der Beschluss, für den sich Rheinland-Pfalz als Mitantragsteller eingesetzt hat, zielt besonders auf die Stärkung von Kurzzeit- und Verhinderungspflege. „Wir müssen bundesweit Impulse dafür setzen, dass pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen Kurzzeit- und Verhinderungspflege als Leistungsversprechen der Pflegeversicherung auch tatsächlich einlösen können. Deshalb gilt es beispielsweise darüber nachdenken, inwiefern im Zusammenwirken mit Krankenhäusern weitere Angebote für Kurzzeitpflege entstehen können. Auch die künstliche Trennung von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege ist zu hinterfragen“, sagte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

„Ich hoffe, dass das Bundesministerium für Gesundheit diesbezüglich bald an die Umsetzung des Koalitionsvertrags geht und basierend auf dem heutigen Beschluss einen Vorschlag zur Stärkung der Kurzzeitpflege vorlegt. Darüber hinaus brauchen wir zeitnah das ebenfalls vereinbarte Entlastungsbudget, damit die Menschen selbst und ohne unnötige Hürden entscheiden können, welche Hilfen sie finanzieren. Auch die Tagespflege könnte noch besser genutzt werden, etwa wenn die Leistung der Pflegekassen auch für Unterkunftskosten einsetzbar wäre. Denn im Moment fallen diese Kosten doppelt an, zuhause und in der Tagespflege“, so die Ministerin. „Aber natürlich müssen wir genauso in Rheinland-Pfalz unsere Hausaufgaben machen. Deshalb wollen wir es im Land zum 1. April 2020 einfacher machen, mit dem Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung hauswirtschaftliche Hilfen zu finanzieren“, kündigte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler an.

Quelle: https://msagd.rlp.de