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03.09.2018

Landesprojekt zur Nachwuchssicherung in der Pflege wird in Mainz fortgesetzt

„Um den zukünftigen Bedarf an Pflegekräften zu decken, brauchen wir mehr junge Menschen, die sich für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden. Wir schaffen dafür in Rheinland-Pfalz seit Jahren gute Rahmenbedingungen. Seit 2004 beteiligen sich alle Einrichtungen in der Altenpflege an den Ausbildungskosten und die Auszubildenden zahlen in Rheinland-Pfalz kein Schulgeld“, sagten Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Gemeinsames Ziel ist, die Ausbildungszahlen zu steigern und mehr Bewerberinnen und Bewerber für eine Pflegeausbildung zu gewinnen.

Dazu läuft seit Ende 2016 das Landesprojekt Nachwuchssicherung in den Pflegeberufen, das Schülerinnen und Schüler bereits in den allgemeinbildenden Schulen über den Pflegeberuf informiert. In dem Projekt werden Netzwerke von allgemeinbildenden Schulen und Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Pflege sowie Pflegeschulen initiiert, um Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen einen Einblick in die Pflegeberufe zu gewähren.

Die Auszubildenden der Pflegeschulen schlüpfen dabei in die Rolle der Dozentinnen und Dozenten und vermitteln einen authentischen Einblick in die Pflegeberufe auf Augenhöhe. „Davon profitieren alle Beteiligten: Die Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen können sich durch den Blick in die Praxis schon frühzeitig im Berufsfeld Pflege orientieren, was bei der Berufswahl hilft und dazu beitragen kann, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Die Auszubildenden der Pflegeschulen erwerben durch den Rollenwechsel vom Lernenden zum Lehrenden zusätzliche didaktische Kompetenzen, auf die sie dann in ihrem späteren Berufsleben – beispielsweise als Praxisanleiterin oder Praxisanleiter – zurückgreifen können. Und die teilnehmenden Unternehmen können sich als potenzielle Ausbilder und Arbeitgeber präsentieren“, sagte Bildungsministerin Hubig.

„Um weiterhin eine hochwertige pflegerische und gesundheitliche Versorgung der Menschen in Rheinland-Pfalz sicherzustellen, wollen wir in der Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative Pflege 2.0 die Ausbildungszahlen noch einmal steigern. Wir können aber auch nur mehr Bewerberinnen und Bewerber für die Pflegeausbildung gewinnen, wenn wir die Schülerinnen und Schüler bereits in ihrer Berufsvorbereitungsphase frühzeitig über die Angebote, Möglichkeiten und Entwicklungspotenziale in der Pflege informieren. Mit dem Landesprojekt Nachwuchssicherung in den Pflegeberufen sind wir da auf dem richtigen Weg“, so Ministerin Bätzing-Lichtenthäler.

Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie führt das Projekt im Rahmen der „Fachkräfte- und Qualifizierungsinitiative, Berufsfeld Pflege“ durch. Nachdem bis Ende 2017 erfolgreich 20 Netzwerke initiiert werden konnten, wurde das Projekt fortgesetzt. Im „Landesprojekt Nachwuchssicherung in den Pflegeberufen II“ wurden bisher zusätzlich 19 Netzwerke initiiert. Am 5. September 2018 findet an der Universitätsmedizin Mainz die Auftaktveranstaltung für das Netzwerk Mainz statt, die von Ministerin Bätzing-Lichtenthäler eröffnet wird.

Am Netzwerk Mainz sind die Universitätsmedizin Mainz, die berufsbildende Sophie-Scholl-Schule Mainz, die Realschule Plus Mainz-Lerchenberg, das Gymnasium Theresianum Mainz und die DRK-Seniorenresidenz Carolinenhöhe Ingelheim beteiligt.

Quelle: https://msagd.rlp.de